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Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Lehrstuhl für Marketing & Innovation – Prof. Dr. Daniel Baier

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Projekte

BMBF-Projekt „BioTexFuture – Herstellung biobasierter Textilien auf Basis nachhaltiger Rohstoffkreisläufe“Einklappen
BioTexFuture ist einer von vier Innovationsräumen, der vom BMBF im Rahmen der „Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030“ über die Fördermaßnahme „Innovationsräume Bioökonomie“ unterstützt wird. Jeder Innovationsraum beinhaltet mehrere Projekte, die gemeinsam auf die Erreichung einer Gesamtvision hinarbeiten.
 
Ausgangslage und Vision: Von weltweit 100 Mio. Tonnen jährlich verarbeiteten Fasern in der Textil- und Bekleidungsbranche machen alleine Chemiefasern rund 70 Mio. Tonnen aus. Bisher bestehen 98 Prozent der eingesetzten Kunststoffe aus Erdöl und nur zwei Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen (biobasiert).  Die Herstellung aus Erdöl geht jedoch mit ökologischen, sozialen und ökonomischen Problemen einher. Aus diesem Grund ist es höchste Zeit für einen umfassenden Richtungswechsel. Derzeit erforschte biobasierte Chemiefasern sind noch unwirtschaftlich oder sie erfüllen nicht die Anforderungen der Textilindustrie. Darüber hinaus können sie derzeit kaum in den etablierten Prozessketten eingesetzt werden. In Kombination mit einem mangelnden gesellschaftlichen Bewusstsein ergibt sich so die nachfolgende Zielsetzung und Vision für BioTexFuture: Die Umstellung der textilen Wertschöpfungskette von erdölbasiert auf biobasiert durch
 
  1. die Entwicklung einer biobasierten Rohstoffbasis,
  2. deren Anwendung in der Textilindustrie und
  3. die Adressierung des gesamtgesellschaftlichen Wandels zur Bioökonomie.
 
Aufbau des Innovationsraums: Der Innovationsraum BioTexFuture ist ein Forschungsprogramm, das aus mehreren eigenständigen Forschungsprojekten besteht, die zusammen auf die Erreichung der übergeordneten Vision hinwirken. Zu Beginn des Innovationsraums sind die Startprojekte mit den Forschungsschwerpunkten Substrat- und Materialentwicklung, Produkt- und Prozessentwicklung, Textilveredelung und Kreislaufwirtschaft klar definiert. Darüber hinaus können während der Laufzeit von BioTexFuture neue Projekte – und damit auch neue Partner – hinzukommen. Teil des Projektportfolios sind auch von Beginn an ein Transferprojekt, welches die Übertragung der Projektergebnisse in die Gesellschaft (z.B. durch Reallabore) sicherstellen soll.
 
Rolle des Lehrstuhls: Der Lehrstuhl verantwortet im Rahmen dieses Transfers das betriebswirtschaftliche Teilprojekt „Erfolgsfaktoren radikaler Innovation in Forschungsnetzwerken“. Ziel ist es, Erfolgsfaktoren aus „ähnlichen“ Verbundprojekten zu identifizieren, den Zusammenhang zwischen Erfolgsfaktoren und Erfolg zu modellieren und so Hinweise für eine erfolgversprechende Auswahl und Durchführung der einzelnen Projekte geben zu können.
 
Kooperationen: BioTexFuture wird durch das Institut für Textiltechnik (Prof. Dr. Gries) und das Institut für Soziologie (Prof. Dr. Häußling) aus Sicht der Forschung geleitet. Die adidas AG leitet BioTexFuture aus Sicht der Industrie.
 
Bearbeitung des Projekts: Das Projekt wird seitens des Lehrstuhls durch Herrn Prof. Baier, Frau Dr. Rese und Frau Rausch bearbeitet. Die Analysen des Lehrstuhls basieren vor allem auf der langjährigen Forschung am Lehrstuhl zu Erfolgsfaktoren von Innovationsprojekten in Netzwerken aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen.
 
Literaturhinweise:
Baier, D., Rausch, T. M., & Wagner, T. F. (2020). The Drivers of Sustainable Apparel and Sportswear Consumption: A Segmented Kano Perspective. Sustainability, 12(7), 2788.

Kutschke, A., Rese, A., & Baier, D. (2016). The effects of locational factors on the performance of innovation networks in the German energy sector. Sustainability, 8(12), 1281.

Rese, A., & Baier, D. (2011). Success factors for innovation management in networks of small and medium enterprises. R&D Management, 41(2), 138-155.

Rese, A., & Baier, D. (2012). Networks of Promotors as Success Factor for Radical Innovations: Theoretical Considerations and Empirical Findings. In Innovation Communities (pp. 17-56). Springer, Berlin, Heidelberg.

Rese, A., Gemünden, H. G., & Baier, D. (2013). ‘Too Many Cooks Spoil The Broth’: Key Persons and their Roles in Inter‐Organizational Innovations. Creativity and Innovation Management, 22(4), 390-407.
ESF-Projekt „Digitale Transformationswerkstatt“Einklappen

Zielsetzung und Nutzen
Zielsetzung der Digitalen Transformationswerkstatt ist die Bereitstellung von anwendungsnahem Methodenwissen für Beschäftigte sowie Führungskräfte in KMU's - primär aus der Region Oberfranken. Das Methodenwissen hinsichtlich der Digitalen Transformation von Prozessen hat maßgeblichen Einfluss auf die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Deshalb sollen die Inhaber von Schlüsselpositionen unserer Wirtschaft die Methoden, Tools und Lösungsansätze der Digitalen Transformation erlernen und strukturiert über mehrere Wissenstransfer-Netzwerke miteinander vernetzt werden.
Inhaltlich befasst sich das Projekt dabei mit allen Phasen der Digitalisierung und der darauf aufbauenden datenbasierten Analyse zur Verbesserung bzw. Optimierung von Geschäfts- und Produktionsprozessen. Unter Geschäftsprozessen werden dabei sowohl unterstützende Verwaltungsprozesse als auch wertschöpfungsorientierte Dienstleistungsprozesse fokussiert. Aufgrund der grundsätzlich unterschiedlichen Natur von Produktions- bzw.
Geschäftsprozessen und den damit verbundenen Daten wird in allen Phasen der Digitalisierung eine gesonderte Betrachtung dieser beiden Prozessarten Anwendung finden.


Konzept
Der Kurs beruht auf einem berufsbegleitenden Weiterbildungskonzept mit zeitlich und örtlich flexiblem Lernprozess (Blended Learning) mit zugehörigen Schulungsunterlagen. Ein begleitendes Transfernetzwerk für kleine und mittelständische Unternehmen aus dem Fertigungs- und Produktionsbereich ist im Aufbau.

Status Quo
Derzeit befindet sich das Projekt am Ende der Phase der Initialisierung, weshalb aktuell einerseits bereits Unternehmensbefragungen zu ihren jeweiligen Bedürfnissen im Rahmen der Digitalen Transformation durchgeführt werden, während andererseits noch wenige zusätzliche Praxispartner akquiriert werden. Auf Basis der individuellen Herausforderungen werden dann die Modulinhalte nochmals final angepasst, bevor im nächsten Schritt dann die Veranstaltungstermine starten.

Weitere Informationen:
Homepage der Digitalen Transformationswerkstatt
Digitale Transformationswerkstatt im Rahmen des EU-Tags an der Universität Bayreuth
Presseerklärung des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
Presseerklärung der Universität Bayreuth

Industrie-Projekt: Wissenschaftscampus E-CommerceEinklappen

Wie sieht die Zukunft des Online-Handels aus? Verändert sich das Kaufverhalten, wenn nur noch Smartphones benutzt werden? Welche Daten dürfen Händler nutzen, um Wünsche der Konsumenten bestmöglich zu befriedigen? Wie kann Virtual und Augmented Reality bei der Produktpräsentation eingesetzt werden? Will der Kunde das überhaupt? Oder will der Konsument künftig über Messenger-Dienste, Chatbots und Digitale Assistenten bestellen und so dem traditionellen Online-Shop fernbleiben? Wie kann der Bestell- und Lieferprozess technologisch und betriebswirtschaftlich optimiert werden? Sollen deutsche Versandhändler wie Baur, Otto, Zalando & Co. die Lösungsansätze des Marktführers Amazon kopieren oder eigene entwickeln?
​Mit derartigen Fragen beschäftigt sich der neu eingerichtete Wissenschaftscampus E-Commerce, ein Kooperationsprojekt der Baur/Otto Group und weiterer Versandhändler, der nordbayrischen Hochschulen sowie der Fraunhofer-Projektgruppe Wirtschaftsinformatik: Am Standort der Baur Versand GmbH & Co KG in Burgkunstadt, mit 3.800 Arbeitsplätzen einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region, wurden für mehrere Millionen Euro 7.000 qm Nutzfläche in einer ehemaligen Schuhfabrik saniert und zur Erforschung der Zukunft des E-Commerce bereitgestellt. Fachleute der deutschen Praxis und Wissenschaft zum E-Commerce werden dort gemeinsam mit internationalen Partnern aktuelle Problemstellungen des E-Commerce erforschen und Lösungskonzepte in fünf Innovationslaboren zu Themen wie Data Analytics oder Customer Interaction entwickeln. Das Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie fördert das Projekt zudem in erheblichem Umfang, um den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Oberfranken zum Thema E-Commerce zu fördern. Die langjährige Zusammenarbeit des Lehrstuhls für Marketing & Innovation mit dem regionalen und internationalen Versandhandel ebenso wie die Beteiligung an der Fraunhofer-Projektgruppe Wirtschaftsinformatik waren wichtige Ausgangspunkte für diese neue Kooperationsform.

Sowohl Wissenschaft als auch Wirtschaft profitieren vom neuen Projekt: Studierende und Mitarbeiter des Lehrstuhls können im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten oder Forschungsprojekte neuartige Lösungskonzepte „live“, d.h. im direkten Zugang zur Kundenkommunikation und zu Unternehmensdaten, untersuchen. Unternehmen wiederum profitieren von neuartigen und praxisnahen Ergebnissen, vom frühzeitigen Kontakt zu qualifizierten Fachkräften sowie der Möglichkeit, international vernetzte Grundlagen- und Auftragsforschung zu initiieren oder sich daran zu beteiligen.

Der Lehrstuhl leitet sowohl das Data Analytics als auch das Customer Interaction Labor. Derzeit wird für diese beiden Labore – in Abstimmung mit dem Rechenzentrum der Universität Bayreuth – ein High Performance Computing (HPC) Cluster bestehend aus 300 Rechnerknoten mit 2 Prozessoren inkl. je 10 Rechenkernen plus Storage System mit 161 TB RAW Kapazität sowie System- und Anwendungssoftware eingerichtet. Ziel ist es neuartige Verfahren der Text- und Bildanalyse mittels Deep Learning, Random Forests, Boosting (weiter) zu entwickeln und zu erproben. Die am Projekt beteiligten Versandhändler stellen über Snapshots anonymisierte Kundendatenbanken im Sinne eines Data Warehouse bereit. Als Softwareumgebungen kommen vor allem R, Python, Keras, TensorFlow und Squirrel sowie – zur Erprobung der entwickelten Algorithmen im Live-Test – Zugänge zu den Produktivsystemen der Unternehmen zum Einsatz.

Ausgewählte Veröffentllchungen:

Ewers, Karolina
Acceptance of Digital Voice Assistants in Customer Communication : An Application of the U ...
2019
26th International Conference on Recent Advances in Retailing and Consumer Services (RARCS2019/EIRASS2019), Tallinn, Estonia

Rese, Alexandra; Ganster, Lena; Baier, Daniel
Chatbots in Customer Communication : How to Measure Their Acceptance?
2019
26th International Conference on Recent Advances in Retailing and Consumer Services (RARCS2019/EIRASS2019), Tallinn, Estonia

Baier, Daniel; Rese, Alexandra
Improving Online and Offline Shopping for Retailers
2019
26th International Conference on Recent Advances in Retailing and Consumer Services (RARCS2019/EIRASS2019), Tallinn, Estonia

Schreiner, Timo; Rese, Alexandra; Baier, Daniel
Multichannel personalization : Identifying consumer preferences for product recommendation ...
In: Journal of Retailing and Consumer Services Bd. 48 (2019) . - S. 87-99

Baier, Daniel; Rese, Alexandra; Röglinger, Maximilian
Conversational User Interfaces for Online Shops? : A Categorization of Use Cases
2018
https://www.fim-rc.de/Paperbibliothek/Veroeffentli ...
39th International Conference on Information Systems (ICIS), San Francisco, USA

Baier, Daniel; Rese, Alexandra; Nonenmacher, Nikita; Treybig, Steve; Bressem, Benjamin
Digital Technologies for Ordering and Delivering Fashion : How Baur Integrates the Custome ...
In: Urbach, Nils ; Röglinger, Maximilian (Hrsg.): Digitalization Cases : How Organizations Rethink Their Business for the Digital Age - Heidelberg: Springer, 2018. - S. 59-77

Pantano, Eleonora; Priporas, Constantinos-Vasilios; Baier, Daniel
Smart Interaction with Consumers : From Co-Creation to Smart Partnership
In: International Journal of Electronic Commerce Bd. 21 (2017) Heft 4. - S. 449-453

Rese, Alexandra; Baier, Daniel; Geyer-Schulz, Andreas; Schreiber, Stefanie
How augmented reality apps are accepted by consumers : a comparative analysis using scales ...
In: Technological Forecasting and Social Change (2016) 

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​BMBF-Projekt "Humanisierung digitaler Arbeit durch Cowork Spaces (HIERDA)" Einklappen

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt. Immer mehr Tätigkeiten können von zu Hause aus erledigt werden. Zur Förderung des sozialen Austauschs und der Arbeitsfreude ebenso wie zum Teilen anspruchsvoller Technik (z.B. 3D-Printer, Lasercutter) werden Coworking-Spaces zunehmend favorisiert.

  • Wie wirken diese neuen Arbeitsumgebungen aber auf die allgemeine Zufriedenheit, Arbeitszufriedenheit und kreative Leistung? 
  • Wie stellt man in diesen Umgebungen sicher, dass sich die kurz-, mittel- und langfristigen Erwerbschancen positiv entwickeln?

Mit diesen Fragestellungen beschäftigt sich das Forschungsprojekt HIERDA, das zum 1.4.2017 gestartet ist und nach zahlreichen Konferenzen und Workshops in Bayreuth, Greifswald, Thurnau, Frankfurt und wieder Greifswald jetzt in seine finale Phase mit Projektabschluss zum 31.12.2020 gelangt ist. Partner sind der Lehrstuhl für Strategisches Management und Organisation (Frau Prof. Dr. Bouncken ist Projektleiterin), PWC-IT Services Europe GmbH, das Technologiezentrum-Fördergesellschaft mbH Vorpommern, Greifswald, ver.di, die German Coworking Federation und der Verband offene Werkstätten e.V.

Das am Lehrstuhl angesiedelte Teilprojekt nutzt die Forschungsergebnisse des Lehrstuhls zum Konfliktmanagement in fachbereichsübergreifen­den Arbeitsgruppen (DFG-Projekt KoKoPE), zur erfolgreichen Initiierung und Stärkung von Innovation Communities (BMBF-Projekt InnoCo) sowie zur Motivation und Zufriedenheit von Fab Lab-Nutzern und entwickelt darauf basierend ein adaptierbares Kommunikations- und Konfliktmanagementmodell.

Die Instrumente sind inzwischen entwickelt und kommen nun in die Erprobungsphase bei den Partnerunternehmen. Zahlreiche Befragungen von Coworking Space-Betreibern und –Nutzern haben die Priorisierung und Entwicklung der Instrumente unterstützt. Die ersten Ergebnisse wurden bereits mehrfach auf internationalen Konferenzen vorgestellt (u.a. auch in Bayreuth, Reykjavik und Verona) und befinden sich im Review-Prozess von Zeitschriften. Eine Buchpublikation fasst zudem die Ergebnisse des Projekts für Transferzwecke zusammen.

Projekthomepage: https://www.hierda.net/  

Ausgewählte Vorträge:

Rese, Alexandra, Görmar, Lars, Herbig, Alena: Effects of coworker’s social networks inside and outside coworking-spaces on creativity10th INEKA Conference der Innovation, Entrepreneurship and Knowledge Academy, Verona, June 11-13, 2019.

Kopplin, Cristopher Siegfried; Baier, Daniel: Constructing an ideal workstream collaboration tool for coworking spaces using single-product choice-based conjoint measurement, 5th European Conference on Data Analysis (ECDA2019), Bayreuth, Germany, March 18-20, 2019.

Rese, Alexandra; Baier, Daniel: Why Consumers Engage in Do-It-Yourself Projects – Motivation and Co-Creation in Fabrication Laboratories (Fab Labs). 24th International Product Development Management Conference (IPDM2017), Reykjavik, Iceland, June 11-13, 2017.

​StMWi-Projekt "Netzwerkaktivitäten im Rahmen des Digitalen Gründerzentrums Oberfranken" Einklappen

Das Bayrische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie richtet in allen Regierungsbezirken Digitale Gründerzentren ein, um digitale Gründer mit Infrastruktur zu versorgen und sie mit der regionalen Wirtschaft und Wissenschaft zu vernetzen. Der Lehrstuhl und das BF/M wurden mit der Durchführung der Netzwerkaktivitäten in der Region beauftragt.

Eine Vielzahl an Veranstaltungen und Unterstützungsmaßnahmen soll die Gründungsaktivitäten an und aus der Universität Bayreuth heraus stärken und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Start-Ups der Region zum Thema Digitalisierung befördern. Die Universität Bayreuth bietet ein hervorragendes Potenzial für eine derartige Zusammenarbeit und ist zum Thema Gründungsförderung auf einem guten Weg: Im aktuellen "Gründungsradar", dem wichtigsten (Gründer-)Ranking der deutschsprachigen Hochschulen zum Thema Gründungsunterstützung steht die Universität Bayreuth inzwischen auch dank der Aktivitäten des BF/M und des MuSe-Arbeitsbereichs bei den mittelgroßen Hochschulen (5.000-15.000 Studierende) auf Platz sieben (im letzten Ranking, 2013, stand Bayreuth noch auf Platz 29).

​BMWi-EXIST-Forschungstransfer-Projekt "Image Data Analysis and Classification in Marketing"Einklappen

Im Rahmen des Programms EXIST-Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) wurde 2012-2016 die Umsetzung der jahrelangen Forschung am Lehrstuhl zum Thema Datenanalyse und Klassifikation auf Basis multimedialer Daten in eine innovative Ausgründung unterstützt: Es ging um die Entwicklung eines statistischen Software­pakets mit dem man für Marketing-Zwecke Bildinhalte analy­sieren und auswerten kann. Ähnlich zu SPSS ist mit diesem Softwarepaket eine Auswertung von Befragungen mög­lich, allerdings enthält die Datengrundlage je Untersuchungs­einheit neben Texten und Zahlen auch Bilder (z.B. hochgeladene Urlaubs- oder Freizeitbilder eines Befragten). Über verschiedene Low Level und High Level Feature Extraktionen sowie Verfahren der Multivariaten Statistik sind dann bildbasierte Marktsegmentierungen oder Produkt­positionierungen möglich.

Die Software baut auf den Dissertationsprojekten der vier Gründer Dr. Ines Brusch (geb. Daniel), Dr. Sarah Frost, Dr. Thomas Böttcher, Jörgen Eimecke sowie weiterer Mitarbeiter am Lehrstuhl und seiner Kooperationspartner auf. Hier ist insbesondere auch das gemeinsame BMBF-ForMaT-Projekt „Multimediale Ähnlichkeitssuche zum Matchen, Typologisieren und Segmentieren“ mit dem Cottbuser Lehrstuhl für Datenbank- und Informationssysteme unter der Leitung von Prof. Dr. Ingo Schmitt zu nennen.

Die Ausgründung der IMADAC GmbH ist inzwischen erfolgt und wurde mit mehreren Gründerpreisen ausgezeichnet, u.a. ersten Plätzen beim Roland-Berger-Gründerpreis und beim Lausitzer Existenzgründer-Wettbe­werb. Erste größere kommerzielle Bildanalyseprojekte für Marktforschungsinstitute und Unternehmen sind inzwischen abgeschlossen (siehe www.imadac.de). Die Grundlagenforschung zu diesem Thema wird im Rahmen eines neuen DFG-Projekts fortgeführt (Finanzierung „der eigenen Stelle“ von Frau Dr. Ines Brusch, sie ist derzeit im Erziehungsurlaub).

​Industrie-Projekt "Innovationsmanagement in der Beschaffung" Einklappen

Im Rahmen dieses von der Audi AG finanzierten Projekts wird untersucht, welche Erfolgsfaktoren es zur Einbeziehung von Lieferanten in Innovationsprozessen der Industrie gibt und welche Ideengenerierungsinstrumente besonders erfolgversprechend dafür sind.  Dazu ist ein umfangreiches Literaturstudium und eine theoretische Bewertung erforderlich. Auf Basis dieser theoretischen Erkennt­nis­se sollen dann Wirkungshypothesen formuliert und mittels Befragungen und Struktur­glei­chungs­mo­del­len überprüft werden.

Ausgewählte Veröffentlichungen:

Homfeldt, Felix; Rese, Alexandra; Simon, Franz
Suppliers versus Start-ups : Where do better innovation ideas come from?
In: Research Policy Bd. 48 (2019) Heft 7. - S. 1738-1757

Homfeldt, Felix; Rese, Alexandra; Brenner, Hanno; Baier, Daniel; Schäfer, Til Fabio
Identification and Generation of Innovative Ideas in the Procurement of the Automotive Ind ...
In: International Journal of Innovation Management (2017) 

Kutschke, Anke; Rese, Alexandra; Baier, Daniel
The Effects of Locational Factors on the Performance of Innovation Networks in the German ...
In: Sustainability Bd. 8 (2016) Heft 12

Rese, Alexandra; Kutschke, Anke; Baier, Daniel
Analyzing the Relative Influence of Supply Side, Demand Side and Regulatory Factors on the ...
In: International Journal of Innovation Management Bd. 20 (2016) Heft 2

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Verantwortlich für die Redaktion: Univ.Prof.Dr. Daniel Baier

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